Lotta & Luise trinken Bloody Mary und reden nicht über – Speisekartenfremdschammomente
Tun wir nicht. Aber hätten gern zweimal die „Geile Sau“ mit BBQ Sauce und Pommes, dazu zwei Limo, nämlich eine Erdbeer Erna und eine Minzige Margarete.
Ok, die Limonamen sind erfunden, aber wenn man seine Burger schon Geile Sau, Franzose und Geißbock nennt, dann hätte man vor den Hauslimonaden auch keine Schamgrenze mehr entwickeln brauchen. Wir bestreiten keineswegs, dass die geile Sau nicht genau das ist … aber hätte man sie nicht auch einfach „Fucking best Burger ever“ nennen können? Oder einfach Pulled Pork Porno? Ok wird nicht besser, geben wir zu.
Ihr versteht worum es uns geht?
Wenn Luise ihren viel zu früh startenden Morgen mit einem fluffigen Möpchen (es ist wirklich hassenswert, dass den Begriff in Aachen keiner kennt) mit Schokostückchen aufwerten möchte, muss sie beim Bäcker des Vertrauens einen „Schokokarl“ bestellen. Die Chance das nebenliegende Körnerunglück „Dinkeldörte“ zu nennen, hat man verpasst.
Aber warum muss man überhaupt Nahrungsmittel mit fragwürdigen Namen versehen, so dass der introvertierte Teil der Gesellschaft sich vor der Auslage windet und es dann mit einem genuschelten „Ich hätte gern eins daaaavon“ versucht.
Und was macht es mit Menschen wie uns auf der Infp zu Enfp Skala, wenn wir Backwaren personalisieren. Das ist eine ganz miese Marketingstrategie.

Der arme kleine dicke Schokokarl liegt völlig alleine zwischen Dinkeldörte und Haferhelga, die ihn mit ihren spitzen Körnern piesacken, und es kann uns doch kein Mensch erzählen, dass er dort glücklich ist. Es wird also zur moralischen Verpflichtung ihn zu kaufen, und ihn zusammen mit Zacharias Zimtschnecke und Streuselsteffi in eine Tüte voller guter Gesellschaft zu transportieren. Allerdings nicht mit Schrippen, Schrippen sind gemeingefährlich!
Das Wort kennen nur die Berliner, oder? (Wir verkneifen uns an dieser Stelle die Debatte darüber, warum Berliner in Berlin keine Berliner sind … gern geschehen)
Entschuldigt also die abrupte Sprachreise von Streuselbrötchenhausen nach Schrippenstadt, aber Lotta hat dort neulich beinahe einen geliebten Menschen verloren, der ahnungslos in eine Schrippentüte griff und sich eine fast tötliche Schnittwunde zuzog. Schrippenverfall!
Wenn Ihr also nicht wisst was Schrippen sind, ab nach Berlin, und nehmt Schutzausrüstung mit.
Was Berlin außer gemeingefährlichen Backwaren zu bieten hat sind übrigens Croffins.
Grandios!
Was ist besser als gemeingefährliche Backwaren? Genau, Mutantenbackwaren! Croffins sind Frankensteins unheilige Allianz aus einem Croissant und einem Muffin.
Wir möchten die Hand des Genies schütteln, welches dies erfand. Wir lieben alles daran.
Und Cruella Constanzia de la Croffin ist das perfekte Match für Schokokarl! Wir lieben Lovestories mit Happy End.
Und allein dafür leben wir mit würdelosen Errötungsmomenten vor den Backwarenauslagen dieses Landes und erstellen fragwürdige TikToks für alle, die das nachvollziehen können.
Und jetzt entschuldigt uns bitte, wir haben einen Backwarenhochzeit zu planen. Mahlzeit!