
Lotta & Luise essen Criiiiisps und reden nicht über – Hass
Bämm. Hartes Wort. Aber im Ernst. Darüber reden wir nicht. Wir reden viel lieber über die Dinge, die uns auf eine heilsame und friedvolle Art ehrlich und tief berühren, wie zum Beispiel diese bezaubernde junge Frau hier:
Das ist so deep.
„This is what happens, when I exercise. I´d rather sit on a couch and eat criiiiiiisps – cheese & onion!“


Aber das Leben besteht nicht nur aus Cheese & Onion und was die Sache mit dem harten Wort Hass angeht – für die „PK“, der Lotta hinterhergestalked hat (was eigentlich Luises Schuld war, weil sie das wandelnde Unheil in der Stadt gesehen und das sehr ENFP-like direkt in einem 8,5 minütigen Sprachnachrichtspodcast kommuniziert hatte) gibt es nicht genug Chips auf dieser Welt.
Sagen wir mal so. Wir sind tendenziell gutmütig, prinzipiell sehr vergesslich und außerdem definitiv zu faul um nachtragend zu sein. Für ewige Verdammnis muss man sich bei uns also durchaus anstrengen.
Aber es gibt sie, es gibt böse Menschen. Wir haben keine Ahnung warum, aber es gibt sie.
Habt Ihr auch einen Menschen oder vielleicht sogar eine Liste derer, denen Ihr auch mit dem reinsten Herzen nichts Gutes wünschen könnt? Luises Liste umfasst drei Menschen, die sich ihren Platz dort wahrlich hart erarbeitet haben. Lottas Liste ist noch kürzer. Man sollte Menschen nicht hassen und ihnen hinterhergrollen, das macht unschöne Falten und potenziell gefährlichen Bluthochdruck. Aber manchmal geht es nicht anders.
Eigentlich noch viel schlimmer ist aber die eigene Angst mal bei anderen Menschen auf genau dieser Liste zu stehen, ist vielleicht so ein Diplomatending (Myer-Briggs-Test, remember?), aber uns macht sowas fertig.
Was eigentlich pure Ironie ist. Da verbringt man einen nicht unerheblichen Teil seines Lebens damit das eigene Erscheinungsbild so zu justieren, dass es völlig absichtlich nicht zu mainstream ist, lebt durchaus ein bissl stolz und ziemlich offensichtlich sein eigenes Ding (was übrigens in Aachen und Berlin auch nochmal komplett Unterschiedliches bedeutet, das aber ein andermal) und bringt auch den eigenen Kindern bei, auf die Meinung anderer … herabzulächeln. Und dann andererseits raubt es einem die ohnehin begrenzte Nachtruhe, wenn man glaubt gehasst zu werden von Menschen, die man vielleicht sogar selber nicht leiden kann. Verrückt. Aber das ist das Kuriose an Menschen wie uns:
„Ich kann völlig damit leben, wenn du mich lächerlich, hässlich, doof oder unpassend findest … aber bitte hasse mich nicht. Ah und finde mich bitte nicht langweilig, das wäre fast noch schlimmer.“
Kleiner Einschub von Luise hier, denn hier sind Lotta und ich nicht ganz gleich, muss man sagen. Ich kann prima damit leben gehasst zu werden, wenn es unbegründet ist, weil ich es ja besser weiß. Aber manchmal gibt es eben gute Gründe mich zu hassen, und das bringt mich mit Sicherheit eines Tages um.
Bei Lotta gibt es keine Gründe sie zu hassen, Lotta ist der bezaubernste Mensch der Welt, und das sehe nicht nur ich so:

Micdrop. Wenn ich Lotta das nächste Mal sehe (vorzugsweise in Köln), werde ich singen, und ich werde dafür einen Disneysong einstudieren, und ich entschuldige mich schonmal vorsorglich bei allen, die das mit anhören müssen. Ich kann vieles, singen kann ich nicht.
Ich schweife ab.
Das Dumme an Lottas besingenswertem Wesen ist, die Messlatte so hoch aufhängt, dass Menschen meinen sie hassen zu dürfen für Dinge, die eigentlich das bare Minimum an normalem Verhalten sind. Es gibt nichts was Lotta dringender bräuchte als einen erfahrenen Schulterteufel (Bewerbung ist raus).
(Vermutlich darf ich das so nicht posten, aber mindestens diese Klammer bleibt GENAU SO STEHEN, weil ich gerade etwas sehr Kluges und sehr Wahres geschrieben habe … Edit: doch ich darf, ich glaube sie hat es nicht nochmal ganz gelesen. Hihi)
Aber nochmal, wir wollen weder Falten noch Bluthochdruck. Reden wir also vielleicht tatsächlich nicht über Hass, sondern lieber übers Chipsessen, vorzugsweise gemeinsam mit bezaubernden Menschen, für man Disneylieder singen möchte. Und damit Luise nicht für bleibende Hörschäden fremder Passanten verantwortlich ist, kommt Gesangstraining umgehend auf die Liste der Dinge, die wir „unbedingt tun müssen, dann 3 Monate im Hyperfocus vollkommen übertreiben und anschließend vergessen“. Aber das erzählen wir ein andermal, falls wir es nicht vergessen.
Wir hoffen Euer Tag ist knusprig und gut gewürzt, Eure Chipstüte geht nicht an der falschen Seite auf und keiner von Euch muss heute in einem Sport-BH feststecken!
Cheese & Onion!