Lotta & Luise on Tour – Tag 1: Wirklich hier!

Lotta & Luise trinken Kölsch und reden – ganz ganz viel

Kennt Ihr das, wenn Ihr so lange auf etwas wartet, und dann könnt Ihr es gar nicht fassen, wenn es endlich soweit ist? Ungefähr so startete unser Freitag, denn wir haben es wirklich geschafft: Ein ganzes Wochenende nur Lotta&Luise-Zeit. Von Freitag bis Montag nur wir.

„Das war ein Wochenende! Wie lauter Himbeeren mit Schlagsahne!“ Besser kann man es nicht sagen, und dieses Zitat stammt passenderweise tatsächlich aus „Das doppelte Lottchen“. Aber hey, versorgen wir Euch doch erstmal mit ein paar mega wichtigen Infos für Euren nächsten Köln Trip, bevor wir an Tag 2 zum Deep-Talk kommen, und wir fangen beim Hotel an.

Und der Preis für das knuffigste Hotel geht an:

https://www.hoteldomblick.de

Ein bezauberndes kleines Hotel mit unheimlichen netten Menschen (und ja die gibt´s in Köln eher wenig, dazu später mehr), sehr gemütlichen Zimmern und einer gesunden Portion Nervenkitzel, denn der Aufzug ist eine Klasse für sich.

Gut, wir hätten natürlich Treppen laufen können, aber die Gleichung zwischen der 5. Etage und unserem fortschreitenden Alter ging einfach nicht auf.

Okeee wir sind halt faul.

Aber keine Angst, wenn man ihm permanent gut zuredet, ist der kleine klapprige Aufzug sehr nett und wir leben immernoch. (Grüße gehen raus, Aufzug wir vermissen dich!)

Das Hotel ist wie gesagt klein aber oho, man fühlt sich sehr gut aufgehoben und versorgt, und die Nähe zum Dom und Bahnhof aber vor allem auch zum Agnesviertel sind ein absoluter Standort-Jackpot. Sehr süß auch, dass der Chef uns beim Einchecken mit unsicherem Blick musterte und dann etwas kleinlaut mitteilte er habe uns in ein Zimmer mit getrennten Betten gebucht, und ob er das noch ändern solle. Außerdem dürften wir schon Stunden vor dem eigentlichen CheckIn unsere Koffer dort abladen, so dass wir ohne Hindernisse nach dem obligatorischen ersten Frühstück im Funkhaus direkt das Tagesprogramm starten konnten.

Frühshoppen – Look, don´t touch!

Nein, die Überschrift soll nicht heißen, dass man in Köln fragwürdig angemacht wird, obwohl die Frage „Seid Ihr denn schon 18“ in unserem Alter nicht mal mehr niedlich ist und eine unangenehm nahe Kusshand in dunklen Gassen der Stoff ist, aus dem schlechte Träume sind.

Köln ist eben Köln.

„Look, don´t touch“ ist trotzdem eher eine Empfehlung unsererseits an Euch, denn im Früh gibt es wunderhübsche nieschige Plätze für das durchaus notwendige Kölsch, aber tut Euch selbst den Gefallen und fasst außer Eurem Kölsch Gläschen nichts an, insbesondere nicht die Speisekarten. Irks.

Für Nichtkölner ist es übrigens gut zu wissen, dass die Kellner Euch ungefragt das nächste Kölsch hinstellen, wenn sich Eures dem Ende neigt. Verhindern könnt Ihr das durch lauten Protest (für die Menschen auf dem extrovertierten Spektrum) oder einen Deckel auf Eurem Glas (das funktioniert für alle). Das können wir bereits, was wir aber noch immer nicht gelernt haben ist, dass man die winzigen Kölschgläser (Wir glauben noch immer nicht, dass das wirklich 0,2L sein sollen) nicht unterschätzen sollte. Vielleicht wollen wir das auch gar nicht lernen.

Aber ja, wir waren also stilecht Frühshoppen, bevor es uns in die Südstadt zog zum schönsten Klamottenladen der Welt, den wir schon lange lange mal besuchen wollten.

Miss Meany – Der Overkill der Niedlichkeit

https://www.missmeany.de

Selten hat es so viel Freude gemacht Geld auszugeben. Pure Dopaminexplosion, und wenn Ihr wollt gibt´s die Frisur direkt dazu! Abgesehen von den absolut zauberhaften Klamotten mit den passenden Handtäschchen, Ohrringen und allem was das kleine bunte Herz begehrt, lässt sich noch sagen, dass man hier absolut herzlich und dennoch unaufdringlich empfangen und beraten wird, auch wenn man – wie wir an diesem Wochenende – im full black mode unterwegs ist oder halt anderweitig nicht ins Klientelschema passt. Lieben wir so sehr!

Und wenn Ihr ein wundervolles Ego-Booster-Outfit gefunden habt so wie Luise an diesem Freitag, dann könnt Ihr euch Richtung Agnesviertel bewegen und solltet unbedingt en paar Lakritze kaufen, und zwar genau hier:

https://kuletsch.com

Wir mussten tatsächlich zweimal hingehen, mit einem Mal kann die Auswahl absolut nicht erfassen, und wir werden garantiert noch öfter herkommen. Vielleicht trauen wir uns dann eventuell sogar an die Zahnpasta ran.

Für dieses Mal können wir insbesondere die Lakritz-Cola empfehlen (schaut nicht so, die ist wirklich mega!), und wenn man nett fragt kriegt man sie sogar eiskalt.

Da wir noch große Pläne für den Abend hatten, suchten und fanden wir auf der Jagd nach einer ordentlichen Grundlage bei Nonna Napoli eine ganz hervorragende Pizza (und zauberhafte Menschen die dort arbeiten), und Lotta hat auch nur ein ganz klein wenig laut gelacht, als Luise versuchte die Karte zu lesen.

Versucht deswegen, weil Luise sich weigert die Notwendigkeit ihrer Brille anzuerkennen und gelacht deswegen, weil es bei Luise in 10 von 10 Fällen auf Pizza Margaritha hinausläuft und der Blick in die Karte daher komplett überflüssig war.

Aber es ist doch so. Wenn etwas perfekt ist, dann ist es perfekt. Warum sollte man es verschlimmbessern wollen. Das ist so wie mit uns. Hust. Seid Ihr auch ein kulinarisches Gewohnheitstier, oder experimentiert Ihr lieber?

Was nicht ganz so perfekt war wie die Pizza (hey, seht sie Euch an!) war der Wein (er war nicht schlecht, aber wir brauchen gerade eine gute Überleitung). Dafür haben wir Abhilfe gefunden, und das wäre der nächste unglaublich wichtige Punkt auf unserer Empfehlungsliste:

Klitzekleiner Wein & hurra, kein Kölsch!

https://www.instagram.com/der_klitzekleine_weinladen/?hl=de

Hier müsst Ihr hin, ohne Wenn und Aber. Der klitzekleine Weinladen ist genau das, klitzeklein und voller Wein und ausgesprochen freundlicher und kompetenter Weinberatung, absolut liebenswert. Wir kommen sowas von wieder und werden Sitzkissen und Decken mitbringen, denn den Platz für den Wein muss man sich selber suchen. Da das aber hier alle taten, und offenbar schon einige die Liebenswürdigkeit des klitzekleinen Weinladens zu schätzen wussten, kamen wir uns vor wie auf einer coolen opGeheimtipp-Sommerparty.

Nach dem Wein unterzogen wir unsere Bucket List einer Prüfung, auf der wir bereits das Ego-Outfit (von Miss Meany), das späte Früh und die ersten schönen Fotos abhaken konnten. Die ganze Liste findet Ihr zur Erinnerung nochmal hier:

Und im Sinne der Liste steuerten wir nun das urgemütliche Lapidarium im Agnesviertel an, um ein Bier zu finden, „dass wir noch nicht kannten“ und dass vor allen Dingen kein Kölsch war.

Was sollen wir sagen. Wenn wir etwas können, dann ist es uns gemütlich irgendwo festzuquatschen, und charmanterweise fanden wir mit dem Lapidarium die vermutlich einzige Kneipe in Köln, in der man nicht verurteilt wird, wenn man lieber dunkel trinkt. Wir lieben alles daran.

Und so endete der Abend für unsere Verhältnisse recht spät nach viel Philosophie über das Altwerden (mit oder ohne Würde = ohne oder mit Botox?), stundenlangem „Weißt du noch damals“ (wir ersparen Euch das – gern geschehen!), arg verwackelten Selfies (keine Ahnung wie das passieren konnte, aber es hilft besser gegen Falten als jeder Filter), Drunktexting nach Schweden (zählt das eigentlich als „wirklich dumme Idee“ für die Bucket List und wo bleibt eigentlich der versprochene Anruf?!) – und wir waren auf dem Heimweg auch nur ein ganz klein wenig betrunken und voller Vorfreude und großer Pläne für Tag 2.

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